Ist NVIDIAs G-Sync die Beste Lösung um Bildschirm-Tear zu vermeiden?

PC-Gaming ist weiterhin im Anstieg, da es Anwendern erlaubt das gewaltige Potenzial eines speziell auf das Spielerlebnis abgestimmten Gaming-PCs auszunutzen und sich am Zugang zu zahllosen PC-exklusiven Spielen auf Plattformen wie Steam zu erfreuen. Obwohl der Trend zum PC-Spiel in vielen Hinsichten bemerkennswert ist, bedeutet das nicht das alles einwandfrei funktioniert.

Neue PC-Spieler entdecken schnell, das technische Probleme wie Lags, Ruckeln bzw. Stuttering und Tearing ihr Spielerlebnis beeinträchtigen. Sogar hochwertige Gaming-PCs bleiben hiervon nicht verschont. Daher schlug die Veröffentlichung der NVIDIA G-Sync Anzeigetechnologie im Januar diesen Jahres hohe Wellen, da sie auf die Behebung dieser Probleme ausgerichtet ist.

By Vanessaezekowitz (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
By Vanessaezekowitz (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
NVIDIA hat sich als Hersteller von hochwertigen Grafik-Karten einen Namen gemacht, doch wie sieht es mit nun mit G-Sync, ihrer neusten Innovation aus, die schon seit ein paar Monaten in Geräten von Acer, AOC, Philips, Benq und ROG zu finden ist? Hält die Technik was sie verspricht?

Es scheint so als erfülle G-Sync seinen Zweck. Horizontale und vertikale Tears entstehen wenn die Grafikkarte im Rechner die Bildwiederholungsrate des Bildschirmes überholt, was dazu führt dass der neue Frame den vorherigen Frame nur halbwegs überschreibt. Normalerweise kann man diesen Vorgang durch V-Sync, ein spezielles Tool von NVIDIA, verhindern, doch diese Option ist problematisch da es die Grafikkarte in der Geschwindigkeit der Bildwiederholungsrate beeinträchtigt, was zu deutlichen Lags und Leistungsverlust führt. Diesen Leistungsverlust kann man durch G-Sync umgehen, weil die Technik stattdessen durch einen im Bildschirm eingebauten Chip die Bildschirmwiederholrate der Render-Rate der Grafikkarte anpasst.

Diese Innovation ist eine gute Nachricht für viele Gamer. Sei es beim Abschiessen der Gegener in Call of Duty, dem Aufsteigen in online Bestenlisten oder spannenden Online-Casionspielen auf Webseiten wie Euro Palace, vorbei sind die Tage wo Grafikprobleme Spielleistungen gefährdeten und Spielern den ein oder anderen Sieg kosteten. Doch ganz einwandfrei ist G-Sync leider nicht.

Viele Tech-Plattformen melden, dass die von NVIDIA vermarktete Technik schon im Markt erhältlich ist – und zwar kostenlos. AMDs FreeSync und VESAs Standard Adaptive-Sync haben die selbe Funktion wie G-Sync, nur das sie kein spezielles Bildschirm-Modul brauchen und daher die deutlich billigere Option bieten.

Doch bei Geräten mit durchschnittlichen und unterdurchschnittlichen Bildwiederholraten hat G-Sync den eindeutigen Vorsprung. Bei Bildschirmen mit einer Rate von 40HZ oder niedriger kann das NVIDIA-Modul die Bildwiederholungsrate aktualisieren wenn FPS-Level unter die 40HZ Marke geraten, was etwas ist wozu die kostenlosen Konkurrenten nicht fähig sind. Es ist alles relativ kompliziert (dieser Artikel beschreibt es auf eine ausführlichere Art), aber es bedeutet das G-Sync besonders für Gamer, die sich keinen teuren Gaming-PC mit der besten Hardware leisten können, eine große Hilfe ist.

Zur Zeit ist der Leistungsunterschied zwischen G-Sync und kostenlosen Optionen wie FreeSync noch sehr ausgeprägt, doch falls Konkurrenten sich entscheiden, NVIDIA-artige Funktionen kostenlos in ihre Geräte zu integrieren, wäre NVIDIAs neues Modul nicht mehr so revolutionär.